Ela fliegt auf

Ela fliegt auf (c) Judith Buss
Ela fliegt auf (c) Judith Buss
Ela fliegt auf (c) Judith Buss
Ela fliegt auf (c) Judith Buss
Ela fliegt auf (c) Judith Buss
Ela fliegt auf (c) Judith Buss
Ela fliegt auf (c) Judith Buss
Pressestimmen

"Gruselschocker und Western, Family Sitcom und Musical werden herbeizitiert. Den fetten Bühnennebel gießen die fünf Schauspieler eigenhändig auf David Hohmanns Drehbühne, auf der schwarze Baumumrisse mächtige Schatten werfen. Gespielt wird aber vor allem an der Rampe, wo die prächtig aufgelegten Akteure die Namenszüge auf ihren T-Shirts entblößen, wenn sie in der Rolle sind, aber auch flugs vom epileptischen Anfall zur Gitarre, zu den Taten oder zum Mikrofon greifen. Ein antiillusionistisches Bühnenfest!" (Südeutsche Zeitung, 24. Juni 2019)

"Grete Pagan, die die Regie bei dieser Uraufführung an der Münchner Schauburg hat; […] lässt das Stück vor einem roten Vorhang als Show beginnen, die Spieler treten in brauner Einheitskleidung und roten Turnschuhen auf, mit Glitzer im Gesicht geschminkt. […] Und, das ist ein weiterer Clou der Inszenierung, alle Spieler bilden zusammen eine Band: Eine E-Gitarre, eine Trompete und Perkussionsinstrumente kommen hinzu. Alle zusammen fetzen die von David Pagan komponierte Musik und die von ihm arrangierten Songs gekonnt heraus.
Diese Inszenierung platzt schier vor Einfällen, die alle nur ein Ziel haben: Mit den Mitteln der Irritation die Vorstellungskraft des Publikums zu aktivieren."
(die deutsche bühne online, 24. Juni 2019)

"Dass (die Handlung) bei all dieser „Abnormalität“ nicht abrutscht ins Absurde, allzu Groteske hat sie vor allem den überzeugenden Darstellern zu verdanken.
Zudem gibt es noch eine bezaubernde Szenerie aus einer Art Scherenschnittkulisse, die auf der Drehbühne kreisend dunkle Schatten auf den bunt ausgeleuchteten Hintergrund wirft. Dies erzeugt gemeinsam mit raffiniert eingesetzten Requisiten und rockiger Live-Musik zahlreiche Bilder im Kopf der Zuschauer: Gefühle wie Angst, Wut oder Freude. [...] Großer, langanhaltender Applaus." (Münchner Merkur, 24. Juni 2019)

"So furchtlos, wie die Autorin Themen, von denen jedes Einzelne abendfüllend sein könnte, zusammenschmeißt, so souverän erzählt sie von überforderten Eltern und Lehrern, inhumaner Asylpolitik, herausfordernder Inklusion und den Grenzen der Political Correctness. [...] Regisseurin Grete Pagan (...) nahm beherzt die Angebote des Textes an. Zwar kam in der Schauburg schon lange keine Produktion in so traditionellem Guckkasten daher, aber er ist auch Showbühne für reichlich Livemusik, die das spiellaunige und siebenköpfige Ensemble mit Keyboards, E-Gitarre und Perkussion aufführt. (...) Das ist sehr spielerisch und nimmt seine Figuren dennoch in ihren Fähigkeiten wie Unfertigkeiten ebenso ernst wie den ganz normalen Wahnsinn unserer sehr individuell wahrgenommenen Alltage. So wird aus Theater in diesem Stück für Zuschauer ab 12 Jahren eine richtige Mutmach-Maschine."
(Abendzeitung, 26. Juni 2019)

Mitjas Mutter ist mit Miras Vater für ein Liebeswochenende entflogen und hat den behinderten Jungen in der Obhut seiner Schwester Ela zurückgelassen. Als das auffliegt, steht prompt eine korpulente Fürsorgerin in der Tür. Doch sie bekommt schnell Probleme mit ihren selbstbewussten Schützlingen. Welche Zuschreibung gilt wann und für wen, wenn keine Figur mehr normal erscheint.

Eine schräge, mutmachende Uraufführung mit Live-Musik, Verfolgungsjagd, Roadmovie und Gameshow. Ihre schrägen Protagonisten spielen unerschrocken mit unserer Angst, unter allen Umständen politisch korrekt sein zu wollen.

Maja Das Gupta wurde in München geboren und lebt in Berlin. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig Dramatik und Prosa und an der Ludwig-Maximilians-Universität Neuere Deutsche Literatur. Seitdem ist sie als freie Autorin, Dramaturgin und Theaterpädagogin tätig. Ihre Stücke waren zum Berliner Stückemarkt, dem 2. Wochenende der Jungen Dramatik an den Münchner Kammerspielen, den Schillertagen Mannheim und den Autorentagen des Wiener Burgtheaters eingeladen.

Grete Pagan, aus Stuttgart, studierte Schauspielregie an der Theaterakademie Hamburg. Seit ihrem Abschluss inszenierte sie u. a. am Jungen Schauspiel Hamburg, am Jungen Ensemble Stuttgart, am GRIPS Theater Berlin und am MOKS Bremen. An der Schauburg brachte sie 2017 „Auf der Mauer auf der Lauer“ zur Uraufführung.

 

Veranstaltungskategorie
Eine Komödie von Maja Das Gupta
Veranstaltungsort

Dauer
ca. 75 Minuten

Altersempfehlung
12+ / 6.-10. Klasse

Mit
Anne Bontemps
David Benito Garcia
Janosch Fries
Denise Hasler
Helene Schmitt
Mitglieder des KREATIV LABOR der Pfennigparade München

Inszenierung
Grete Pagan
Musik
David Pagan
Austattung
David Hohmann
Dramaturgie 
Anne Richter
Theaterpädagogik
Xenia Bühler

 

Fotos (c) Judith Buss

Uraufführung
Festival Vorschau Hintergrundfarbe
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rot
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Aus

Ein deutsches Mädchen

Ein deutsches Mädchen 1
Ein deutsches Mädchen 2
Ein deutsches Mädchen 3
zitat
Ein deutsches Mädchen 4
Ein deutsches Mädchen 5

Im Münchner "Speckgürtel" wächst Ende der 1990er-Jahre das Mädchen Heidrun in einer äußerlich unauffälligen Mittelstandsfamilie auf, in der sie und ihre Schwestern in der Ideologie des Nationalsozialismus großgezogen werden. Heidrun erlebt paramilitärischen Drill in den Ferienlagern dem mittlerweile verbotenen Verband "Heimattreue Deutsche Jugend". Sie lernt alle drei Strophen des Deutschlandliedes zu singen und das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 als Laubsägearbeit anzufertigen. Mit 15 Jahren ist sie fester Teil der Neonazi-Szene in Bayern, nimmt an Aufmärschen teil, verprügelt einen Journalisten und hetzt gegen Ausländer. Erst als Heidi sich in den rechten Liedermacher Flex verliebt und die beiden ein Kind erwarten, bekommt ihr geschlossenes Weltbild erste Risse.

Die Geschichte der jungen Aussteigerin aus der deutschen Neonazi-Szene zeigt durch den persönlichen Einblick eine hermetische Parallelwelt auf. Sorgsam plant und organisiert die rechtsradikale Szene in Deutschland in ihren Nachwuchsorganisationen ihre Zukunft. Weil es Heidi Benneckenstein und ihrem Mann Felix dennoch gelungen ist, die Szene hinter sich zu lassen und heute selber Aussteiger*innen zu helfen, ist „Ein deutsches Mädchen“ auch ein Mut machender Bericht.

Mobil!

„Ein deutsches Mädchen“ ist eine mobile Inszenierung und kann von Schulen für eine Vorstellung vor Ort gebucht werden.

Information & Buchung:
nadja.dietrich@muenchen.de | Tel. 089 233 371 61

 

Veranstaltungskategorie
Nach der gleichnamigen Autobiografie von Heidi Benneckenstein
Mein Leben in einer Neonazi-Familie

Altersempfehlung
13+ (8. bis 13. Klasse)

Mit
Lucia Schierenbeck

Inszenierung
Ulrike Günther
Kostüm
Annika Lohmann
Dramaturgie
Anne Richter
Theaterpädagogik
Xenia Bühler
Fotos
Fabian Frinzel

Aufführungsrechte
Tropen, Stuttgart, 2017, 2019.
Aufführungsrechte vermittelt durch schaefersphilippen™, Theater und Medien GbR, Köln.

Premiere
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Aus

Haram – Geschichte einer marokkanischen Familie

Haram Plakat – Schauburg Muenchen
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel
Haram (c) Fabian Frinzel

Houari, Aziza und Said sollen am Ende der Sommerferien nicht mehr nach Hause zurückkehren, sondern in Marokko bleiben, weil die europäischen Sitten im Widerspruch zu den Moralvorstellungen ihrer Eltern stehen. Die Jugendlichen sind entsetzt und wehren sich mit Mut und Verhandlungsgeschick. Der Niederländer Ad de Bont ist einer der einflussreichsten zeitgenössischen Dramatiker. Weltweit sind über 300 Inszenierungen seiner politisch relevanten Stücke in zehn Sprachen entstanden. In der Schauburg waren u. a. „Eine Odyssee“, „Wolken sind ziehender Ärger“, „Der Sohn des Chao“ und „Mirad, ein Junge aus Bosnien“ zu sehen.

Kristo Šagor ist ein viel gespielter Autor und Regisseur, vor allem für das junge Publikum. Er wurde für „Törleß“ am Jungen Schauspiel Hamburg 2007 mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ ausgezeichnet. Zuletzt inszenierte er u. a. am Deutschen Theater Berlin, Staatsschauspiel Dresden, Theater Bonn, Jungen Ensemble Stuttgart und am Jungen Nationaltheater Mannheim. Sein Auftragswerk „Ich lieb dich“ wurde 2018 an der Schauburg uraufgeführt und ist weiterhin im Spielplan zu erleben.

 

Mobil!

„Haram“ ist eine mobile Inszenierung und kann von Schulen für eine Vorstellung vor Ort gebucht werden.

Information & Buchung:
nadja.dietrich@muenchen.de | Tel. 089 233 371 -61

 

Veranstaltungskategorie
Erzähltheater von Ad de Bont, aus dem Niederländischen von Barbara Buri

Altersempfehlung
13+ (7. - 13. Klasse)

Dauer
90 Minuten

Mit
Janosch Fries
Helene Schmitt
Michael Schröder

Inszenierung
Kristo Šagor
Bühne & Kostüm
Christl Wein
Dramaturgie
Anne Richter
Theaterpädagogik
Xenia Bühler

Aufführungsrechte
Verlag der Autoren, Frankfurt am Main

Premiere Theater mobil
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Nothing Twice

Nothing Twice (c) Fabian Frinzel
Nothing Twice (c) Fabian Frinzel
Nothing Twice (c) Fabian Frinzel
Nothing Twice (c) Fabian Frinzel
Nothing Twice (c) Fabian Frinzel
Nothing Twice (c) Fabian Frinzel
Nothing Twice (c) Fabian Frinzel
Nothing Twice (c) Fabian Frinzel
Pressestimmen

„Nothing Twice“ ist dabei wie das Eintauchen in eine andere Welt, ein Genießen des Moments, darin ganz und gar theatralisch. [...] Ein spannender Auftakt für das Münchner Festival „Think Big!“ [...]." (Die Deutsche Bühne Online, Juli 2018)

Die Kunstform Breakdance, Graffiti und Lyrik treffen im Bühnenraum aufeinander, um Räume, Kunstgattungen und Theaterverabredungen zu sprengen. Für die drei Breakdancer, den Graffiti-Künstler und Schauspieler Cédric Pintarelli und zwei Kollegen wird der Raum bald sehr eng, auch wenn sie Flächen und Farben teilen, Respekt vor den anderen Kunstformen haben und gerne fremde Impulse aufnehmen. In der Battle steht das gesprochene Wort gegen den präzisen Move, fliegt der Pinselstrich im Einklang mit der Musik. Die außergewöhnlichen Theaterbegegnungen inszenierte der Choreograph Erik Kaiel, der seit vielen Jahren mit Tanz in U-Bahnstationen, Gärten, leeren Schwimmbecken, auf Gebäuden und gelegentlich auf Bühnen der ganzen Welt zu Hause ist.

Veranstaltungskategorie
Homepage Teaser Text

No to virtuosity.

Ein Stück Hip-Hop für die Bühne
Veranstaltungsort

Altersempfehlung
13+ (8. - 13. Klasse)

Dauer
80 Minuten

Info
In der Inszenierung wird Stroboskoplicht eingesetzt.

Mit
Alexander Fischer
Jonas Frey
Anne Bontemps
Cédric Pintarelli
Anita Sommer
Klaus Steinbacher

Konzept & Choreografie
Erik Kaiel
Choreografische Mitarbeit
Jonas Frey
Raum
Erik Kaiel
Cédric Pintarelli
Raumgestaltung
Josefina Dittmer
Cédric Pintarelli
Luca Plauman
& Ensemble
Kostüm
Luca Plaumann & Ensemble
Licht
Jochen Massar
Dramaturgie
Anne Richter
Theaterpädagogik
Anna Grüssinger

Fotos
(c) Fabian Frinzel

München Premiere
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Aus

Fake it till you make it

Fake it 1
Fake it 2
Fake it 4
Fake it 6
Fake it 7
Fake it 9
Fake it 5

Vor der Kamera sieht die Welt doch anders aus als dahinter. Aber wer wäre nicht gerne berühmt? Wir drehen in dieser Inszenierung ein Musikvideo live. Die Bühne wird zum Studio, die Zuschauer zu Voyeuren. In Zeiten von Fake News und gezielter medialer Manipulation stellen wir uns die Frage, wem wir die MACHT über die Geschichten geben, die wir glauben wollen.

Stephanie van Batum studierte in Groningen Kunst, Kultur und Medien, in Amsterdam Theaterwissenschaft und schloss ein Regiestudium an der Otto-Falkenberg-Schule ab. Ihr Abschlussprojekt „Don’t Worry Be Yoncé“ kam im Mai 2017 an den Münchner Kammerspielen heraus und war 2018 zu radikal jung – Das Festival für junge Regie im Münchner Volkstheater eingeladen. Florian Schaumberger studierte an der Akademie der Bildenden Künste München erst in der Medienklasse, dann Bühnen- und Kostümbild. Außer in München arbeitet er auch in Wien, Bochum und Darmstadt.

Veranstaltungskategorie
Die erhellende Show von Stephanie van Batum und Florian Schaumberger
Veranstaltungsort

Altersempfehlung
13+ (ab 7. Klasse)

Dauer: ca. 90 Minuten

Mit
David Benito Garcia
Janosch Fries
Simone Oswald
Helene Schmitt
Michael Schröder

Konzept & Inszenierung
Stephanie van Batum
Florian Schaumberger
Video & Bühne
Florian Schaumberger
Kostüme
Bettina Kirmair
Beats
Jonas Braun
Songwriting
Nalan Karacagil
Dramaturgie
Katharina Mayrhofer
Theaterpädagogik
Till Rölle
Fotos
Judith Buss

Uraufführung
Festival Vorschau Hintergrundfarbe
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Aus

Frühlings Erwachen

Frühlings Erwachen (c) Judith Buss
Frühlings Erwachen (c) Judith Buss
Frühlings Erwachen (c) Judith Buss
Frühlings Erwachen (c) Judith Buss
Frühlings Erwachen (c) Judith Buss
Frühlings Erwachen (c) Judith Buss
Pressestimmen

„Eine Wucht! […] Doch auch wer nicht auf der Suche nach zu deutenden Zeichen ist, wird von diesem Stück abgeholt, mitgenommen, weggeschwemmt. Denn es gibt wirklich viel zu sehen. Jeder einzelne Schauspieler schafft es sowohl das Starre, das Puppenhafte, wie auch die Verzweiflung unter der Maske zu verkörpern. […] Hin da!“
(Kultur in München, Januar 2018)

„Janosch Fries, Simone Oswald, Helene Schmitt, Pan Aurel Bucher, David Benito Garcia, Anne Bontemps und Anna Mattes spielen in einer mutigen Inszenierung, die so viele Dimensionen, so viele Abgründe und Geistesblitze besitzt, die gleichzeitig so sehr Wedekind und so sehr 2018 ist, dass sie in jeder ihrer 105 Minuten fesselt. Ihr Zauberwort heißt Verfremdung.“
(Münchner Merkur, Januar 2018)

„Das Ergebnis ist spannend und beklemmend intensiv zugleich.“
(Süddeutsche Zeitung, Januar 2018)

„Ein starkes Schlussbild [...]: Als in Neonfarben leuchtende Skelette lauschen Wendla (Helene Schmitt), Moritz (Pan Aurel Bucher) und Melchior (Janosch Fries) im Jenseits den Worten des mysteriösen Vermummten Herrn (Anna Mattes), der nicht den Tod, sondern das Leben verkörpert. Eine gespenstische Schlussapotheose, die gewaltig berührt.“
(Donaukurier, Januar 2018)

Moritz Stiefel ist ein schwacher Schüler und sich der hohen Erwartungshaltung seiner Eltern bewusst. Wendla Bergmann vertraut ihrer geliebten Mutter auch in Aufklärungsfragen. Melchior Gabor hat einen wachen, kritischen Verstand und eine sensible Einfühlungsgabe. Alle drei stolpern über die typischen Probleme der Pubertät: Schulleistungen, Sexualität und Ablösung vom Elternhaus. Schließlich kann der vermummte Herr nur Melchior vor dem Tod bewahren und zum Leben verführen. Das bekannte Jugendstildrama „Frühlings Erwachen”, uraufgeführt 1906 mit Frank Wedekind als vermummter Herr, bringt innerseeliche Vorgänge auf die Bühne, die bis heute in der Adoleszenz existentiell sind. Der junge Regisseur und Autor Jan Friedrich stellt das Werk in einen zeitlosen Kunstraum, in dem maskenhaftes Verhalten und Projektionen wörtlich genommen werden. Als hybrides Kunstwerk aus Puppen-, Masken-, Film- und Schauspiel gibt die Kindertragödie den verwundbaren Seelen von Jugendlichen Ausdruck.

Jan Friedrich studierte an der Ernst-Busch-Hochschule Berlin Zeitgenössische Puppenspielkunst und debütierte 2016 mit einer rasanten „Faust I"-Inszenierung am Jungen Nationaltheater Mannheim. Sein kongenialer Partner ist seit dem der Bühnen- und Kostümbildner Alexandre Corazzola. Im Jahr 2005 kehrte dieser nach 10 Jahren in den USA mit einem Master of Fine Arts der renommierten New Yorker Universität Tisch School of the Arts nach Deutschland zurück. Seit 2008 ist er freischaffend an großen Häusern in ganz Deutschland und Frankreich tätig. 

WOW!

Alexandre Corazzola wurde für die Ausstattung für den deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie "Bühne/Kostüme" nominiert.
Außerdem wurde die Inszenierung zum Kinder- und Jugendtheaterfestival "Augenblick mal!" nach Berlin eingeladen.

 

Veranstaltungskategorie
Homepage Teaser Text

Ich kann nicht gemütlich über die Fortpflanzung plaudern.

Eine Kindertragödie von Frank Wedekind

Altersempfehlung                                                                                                                                                                       
14+ (9. - 13. Klasse)

Dauer
1h 45 Minuten

Mit
David Benito Garcia 
Anne Bontemps 
Janosch Fries 
Simone Oswald 
Helene Schmitt 
Anna Schindler
Pan Aurel Bucher

Inszenierung
Jan Friedrich
Bühne & Kostüm
Alexandre Corazzola
Musik
Felix Rösch
Dramaturgie
Anne Richter 
Theaterpädagogik
Xenia Bühler

Fotos 
(c) Judith Buss

Premiere
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Aus

BODYBILD!

Bodybild (c) Judith Buss
Bodybild (c) Judith Buss
Bodybild (c) Judith Buss
Bodybild (c) Judith Buss
Bodybild (c) Judith Buss
Bodybild (c) Judith Buss
Bodybild (c) Judith Buss
Bodybild (c) Judith Buss
Pressestimmen

"Es gibt wuchtige Chorszenen, clevere Dialoge und eindringliche Monologe. (...) Die Souveränität mit der die jugendlichen Laiendarsteller ihre Ängste und Nöte auf die Bühne bringen, beeindruckt."
(Abendzeitung, Januar 2019)

"Daniel Pfluger hat pfiffig inszeniert, die Schweizer Autorin Julia Haenni formte die Aussagen der LAB-Teilnehmer zu einem dramaturgisch stimmigen Text (...) wie es darstellerisch auf die Bühne gebracht wurde, das geht aufs Pluskonto der Jugendlichen. (...) Das geht so wunderbar orchestriert hin und her zwischen Einzelstimmen und chorischer Bekräftigung und ist einfach hinreißend und witzig."
(Münchner Merkur, Januar 2019)

"Mutig. Und nie peinlich.(...) Ein abwechslungsreiches Erlebnis, farbig nicht zuletzt durch Bühnenbildner Flurin Borg Madsen (...). Das Beste dieser Produktion: jeder der Mitwirkenden hat durch diese intensive Spielerfahrung an Selbstbewusstsein gewonnen. Wenn Theater das vermag - dann mehr davon."
(Münchner Merkur 2019)

"Ehrlich, mutig, herzzerreißend"
(Süddeutsche Zeitung, Januar 2019)

"Haenni hat aus persönlichen Geschichten ein Theaterstück geschrieben, Pfluger gemeinsam mit Bühnenbildner Flurin Borg Madsen einer beeindruckenden Truppe von Nicht-mehr-Kids einen szenischen Rahmen gebaut. (...) Es wird chorisch skandiert, munter gestritten und herzzerreißend gebeichtet."
(Süddeutsche Zeitung, Januar 2019)

"Ohne aufgesetzten pädagogischen Impetus und bewusst unfertig offenbart sich die pubertäre Suche. Auf der Bühne formt sich das zum tief beeindruckenden Bild junger Persönlichkeiten, berührend offen, in der Auseinandersetzung mit sich selbst: so ist das selten im Theater zu sehen." (InMünchen 02/2019)

"Manchmal erlebt man so Theaterabende, die einem die Kinnlade runterfallen lassen. 'Bodybild!' ist so einer. Einhelliger Jubel." (InMünchen 02/2019)

15 Jugendliche entwickelten gemeinsam mit dem Regieteam ein berührendes Spiel über ihre Selbstsuche in der Welt von Reklametafeln, YouTube, Instagram und Snapchat. Wie findet man zu sich selbst, nimmt den eigenen Körper an und entwickelt die eigene Schönheit in der Flut der Selfies, der Influencer und der ständig neuen role models? Wer kann helfen, wenn sowohl Bodyshaming wie Bodypositivity zu Modeströmungen verkommen? 

Ein halbes Jahr arbeiteten die jungen Darsteller*innen unter professionellen Bedingungen an dieser Inszenierung. Ihre persönlichen Positionen und Erfahrungen waren Grundlage dieser Arbeit. Autorin Julia Haenni verdichtete die Erfahrungen und Beschreibungen der Jugendlichen zu einem stringenten Text mit viel Humor. Daniel Pfluger erarbeitete eine packende Show, die unter die Haut aller Generationen geht.

 

 

 

Veranstaltungskategorie
Texte von Julia Haenni
Ensembleproduktion mit Jugendlichen
Veranstaltungsort

Altersempfehlung
14+ (8. - 13. Klasse)

Dauer
ca. 75 Min

Mit
Johanna Ammon
Mara Babic
Anouk Barakat
Jonas Brandl
Leonore Henning
Alessia Kadriu
Niklas D. Klose
Janik Kittirath
Louis Kuballa
Matthias Löw
Schabir Nuri
Franziska Reindl
Valentina Roth
Evelyn Rudolf
Titus Schumacher

Inszenierung
Daniel Pfluger
Bühne 
Flurin Borg Madsen
Kostüme
Kerstin Grießhaber / Janine Werthmann
Dramaturgie
Anne Richter
Theaterpädagogik
Xenia Bühler

Fotos (c) Judith Buss

Uraufführung
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Aus

Ich hab noch nie

ich hab noch nie 9
ich hab noch nie 4
ich hab noch nie 3
zitat
ich hab noch nie 5
ich hab noch nie 1
ich hab noch nie 7

Fünf Jugendliche verbringen den Samstagabend gemeinsam mit Vorglühen, Feiern und Nachglühen. Wie immer fließt viel Alkohol. Am Montagmorgen gibt es eine Anzeige wegen Vergewaltigung in diesem Kreis.

Wer erinnert sich an was aus dieser Nacht zwischen Trinkspielrunden und Vergessen? Die Dramaturgie des Stückes baut auf Spielrunden wie denen der Trinkspiele „Ring of Fire“ und „Ich hab noch nie“. Runde um Runde versuchen die fünf Figuren der Wahrheit dieser Nacht auf die Spur zu kommen und das Undenkbare zu Begreifen. Doch jede ihrer Perspektiven bleibt subjektiv und selektiv. Im Zuge der Me-Too-Debatte ist schon viel über die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Übergriffen, Alltags-Sexismus und Machtmissbrauch gesprochen worden, aber das Ringen um die Annäherung der Perspektiven ist immer wieder so verletzend wie die Erinnerung trügerisch.

Nelly Winterhalder, geboren in Südbaden, lebt seit 2006 in Norwegen. Sie schrieb das Stück 2013 für Rommen scene in Oslo. Die Deutschsprachige Erstaufführung übernimmt Katharina Mayrhofer, Regie-Absolventin der Otto Falkenberg Schule und Regieassistentin der Schauburg. Im Repertoire der Schauburg ist bereits ihre Inszenierung „Unterm Kindergarten“ zu sehen.

Veranstaltungskategorie
Von Nelly Winterhalder
Deutschsprachige Erstaufführung
Veranstaltungsort

Altersempfehlung
14+ (9. bis 13. Klasse)

Mit
Janosch Fries
Lucia Schierenbeck
Helene Schmitt
Michael Schröder
Nele Sommer

Inszenierung
Katharina Mayrhofer
Bühne
Fiona von Bose
Kostüme
Fiona von Bose
Florian Buder
Dramaturgie
Anne Richter
Musik & Sounddesign:
Hardy Punzel
Theaterpädagogik
Till Rölle
Fotos
Cordula Treml

 

Deutschsprachige Erstaufführung
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Aus

Simon (DE)

Simon (c) Cordula Treml
Simon (c) Cordula Treml
Simon (c) Cordula Treml
Simon (c) Cordula Treml
Simon (c) Cordula Treml
Simon (c) Cordula Treml
Simon (c) Cordula Treml
Simon (c) Cordula Treml
Pressestimmen

„Brisanz entwickelt die Kammeroper, deren deutschsprachige Erstaufführung Sebastian Bauer in der Schauburg inszeniert hat, durch den einfühlsamen Blick auf überzeitliche Themen: sich als Außenseiter einen Platz in der Welt zu finden, die Brüchigkeit von Freundschaften und die Abgründe, die sich auftun, wenn Freundschaft und Liebe sich einander annähern.“

„Dass die Fabel vom Einbruch der Realität in den digitalen Kokon es schafft, im Zuschauer dennoch Involviertheit zu erzeugen, liegt vor allem am engagierten Agieren der beiden Sänger.“

„Gerhard Stäblers frei atonale Vertonung des Textes ermöglicht eine fein zwischen Erregtheit und Coolness changierende Deklamation, kommentiert durch komplexe Schlagwerkklänge und Melodiepartikel der Geige.“

„Was gerade ein jüngeres Publikum von diesem Abend mitnehmen kann, ist deshalb nicht nur ein Gedanke aus der Coming-of-Age-Sektion, sondern auch ein Beispiel für die Gestaltungsspielräume Neuer Musik.“ / Paul Schäufele

(Süddeutsche Zeitung, 6. Mai 2019)

"Doch es lohnt sich durzuhalten, dem Ohr die gerade für junge Zuschauer sehr starke Fremdheit der Klänge zuzumuten. Denn die Intensität der Geschichte von Mia [...] und Simon [...], nimmt im Laufe der Inszenierung unter der Regie von Sebastian Bauer so zu, dass sie tatsächlich mitreißt."

(Münchner Merkur, 6. Mai 2019)

Simon lebt abgeschottet von der Außenwelt in seinem Zimmer. Nur über die digitalen Medien tritt er mit ihr in Kontakt. Mia ist gerade erst umgezogen und alles ist ihr noch fremd. Eines Abends begegnen sich die beiden Teenager mittels Kamerabrille, was plötzlich alles verändert. Aus ihrer ersten Begegnung spinnt sich ein feines digitales Netz. Gemeinsam finden sie einen Weg, den eigenen Geheimnissen und Ängsten zu begegnen. Simons und Mias Geschichte handelt von Einsamkeit, der Suche nach dem eigenen Platz, von Freundschaft und Ehrlichkeit. Zudem untersucht die Oper die Macht virtueller Realitäten und persönlicher Begegnungen.

Der Komponist für ungewöhnliche Aufführungssituationen Gerhard Stäbler und der norwegische Dramatiker Christopher Grøndahl schrieben „Simon“ 2015 für die Norske Opera in Oslo. Sie schufen ein komplexes Musiktheaterwerk für Jugendliche.

Gerhard Stäbler, geboren 1949 bei Ravensburg, ist Komponist für Musiktheater, Orchesterwerk und Performance. Zehn Jahre leitete er mit Kunsu Shim das Duisburger Zentrum für zeitgenössische Musik „EarPort“. Dort vertieften sie ihr Konzept der „PerformanceMusik“. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit engagiert sich Gerhard Stäbler als Kurator und Organisator für spartenübergreifende Projekte. Die lange Reihe von Auszeichnungen dokumentieren seinen Einfluss und seine Bedeutung in der zeitgenössischen Musikszene. „Simon“ ist das erste Opernlibretto des 1969 geborenen, erfolgreichen norwegischen Autors Christopher Grøndahl. Neben Texten für Theater, Film und Hörspiele verfasst er auch Prosa.

Veranstaltungskategorie
Musiktheater von Gerhard Stäbler, Libretto von Christopher Grøndahl, aus dem Norwegischen von Hermann Schneider
Veranstaltungsort

Dauer
65 Minuten

Mit
Stefan Blum
Karera Fujita
Philipp Nicklaus
Gertrud Schilde

Inszenierung& Bühne
Sebastian Bauer
Bühne&Kostüm
Petra Weikert
Video
Dafne Narvaez Berlfein
Dramaturgie & Theaterpädagogik
Josefine Rausch

Fotos (c) Cordula Treml

Deutsche Erstaufführung
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Aus

Die Verwandlung

Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Die Verwandlung © Cordula Treml
Pressestimmen

„In der Schauburg macht Regisseur Jan Friedrich aus Kafkas „Die Verwandlung“ einen starken Theaterabend,[…] der Kafkas Verstörungskraft verlustfrei und mit bedrängender Intensität in Bilder und Klänge transformiert. [...] Das Ensemble singt live traumhaft, beziehungsweise alptraumhaft schön in herzzerreißenden Arrangements“ (Abendzeitung)

„Diese „Verwandlung“ ist eine großartige Ensembleleistung, eine Parabel vom Anderssein, von Hilflosigkeit und der Abhängigkeit vom Wohlwollen anderer. Sie stellt Fragen nach den Grenzen des Menschseins, schöpft alle Mittel des Theaters aus und setzt sie zu einem überwältigenden Ganzen zusammen. Sie ist spielerisch, musikalisch, mutig, bildstark, beklemmend und anrührend. Man könnte glatt sagen: kafkaesk." (Münchner Feuilleton)

Franz Kafkas Erzählung von 1912 gehört unbestritten in den Kanon der Weltliteratur: Zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt, erwacht Gregor Samsa eines Morgens. Bei vollem Bewusstsein ist er zu keiner Kommunikation mit seinem sozialen Umfeld mehr in der Lage und kann seine Funktionen im System „Familie“ nicht mehr erfüllen. Nutzlos geworden lässt ihn bald seine gesamte Familie fallen, bis er schließlich zur einzigen Last geworden zu Grunde geht. Währenddessen verwandelt sich seine Schwester Greta Samsa vom hübschen Mädchen in eine junge Frau, auf der nun alle Hoffnungen der Eltern ruhen.

Regisseur und Autor Jan Friedrich stellt sich in der Münchner Bühnenfassung die Frage, für welche Formen der sozialen Isolierung das „ungeheure Ungeziefer“ heute stehen kann. Assoziativ umkreist er Möglichkeiten wie abrupte Krankheit und Arbeitsunfähigkeit, bis hin zu bewussteren Formen des sozialen Rückzugs wie Hikkikomori - und entlarvt damit Gregors Familie als das eigentlich parasitäre System. Bildmächtig und vielschichtig stellt Jan Friedrich mit dem gesamten Schauburg-Ensemble die Frage nach der Macht von Systemen auf den Einzelnen und der Macht des Einzelnen auf das System.

 

Veranstaltungskategorie
Theater nach Franz Kafka
Veranstaltungsort

Altersempfehlung
15+ (10. - 13. Klasse)

Dauer
2h 50 Minuten inkl. Pause

Mit
Janosch Fries
Simone Oswald
Michael Schröder
Helene Schmitt
David Benito Garcia
Anne Bontemps
Lucia Schierenbeck

Inszenierung
Jan Friedrich
Bühnenbild
Robert Kraatz
Kostüme
Jan Friedrich
Musik
Felix Rösch
Dramaturgie
Anne Richter
Theaterpädagogik
Xenia Bühler

Premiere
Festival Vorschau Hintergrundfarbe
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