Start Writers-LAB
Theater ist Wort. Theater ist Handlung. Wenn beides zusammentrifft, entsteht der „Stoff“, aus dem die Träume sind. Du erkundest die Welt der Worte. Gemeinsam blättern wir uns durch Stücktexte von Homer über Shakespeare und Schiller zu zeitgenössischen Autor*innen. Wir beschäftigen uns mit dem Ursprung des klassischen Dramas und konfrontieren uns wagemutig mit der Auflösung der Einheit von Ort, Zeit und Handlung. Räubern durch die Geschichte des Theatertextes und stibitzen, was wir nur kriegen können. Wort um Wort machen wir uns das „Theatertexten“ zu eigen. Angekommen im 21. Jahrhundert entwickeln wir den Content unserer Schriftstücke aus den digitalen Communities. So gehen wir auf Streifzüge durch YouTube und Instagram und lassen hier und da ein inspirierendes Bild oder ein transkribiertes YouTube-Video mitgehen.
Entstehen werden eure eigenen Skizzen, Szenen, Dialoge und Monologe. Dieses wortakrobatische Abenteuer mündet in eine öffentliche Lesung in der Schauburg.
LAB-Termine
Di, 9. Oktober 2018 bis Di, 5. Februar 2019 im LAB
dienstags 17:30–19:30 Uhr, Ferien ausgenommen + Abschlusspräsentation im Februar 2019
Kosten
Zahle, was du kannst.
Künstlerische Leitung
Josefine Rausch
Anmeldung
bis Do, 1. November 2018
unter lab@schauburg.net
L’Herbe de l’Oubli / The Forgotten Land
Am 26. April 1986 explodierte der Atomreaktor in Tschernobyl, mit einer Zerstörungskraft, die die Bomben von Hiroshima und Nagasaji 1945 weit übertraf. Die Point Zero Company fuhr 2018 nach Weißrussland und in die Ukraine, um Einwohner von Tschernobyl über ihre Erlebnisse, Erinnerungen und ihren heutigen Alltag zu befragen. Daraus entstand das Stück „The Forgotten Land”, angesiedelt zwischen Fiktion und Radioaktivität: Es beschäftigt sich mit dem „Natural Radiological Reserve”, als das die Gegend um den Reaktor heute bezeichnet wird, eine Zone, die vor allem aus Wald und ihren Bewohnern besteht, Luchse, Wölfe, Bisons, Wildpferde, ein paar alte Leuten, die zurückgekehrt sind. Pripyat, die verlassene Stadt, es könnte fast romantisch klingen. Wäre da nicht der verstrahlte Boden, auf dem das Gemüse wächst, von dem sich die Einwohner ernähren.
Die Compagnie Point Zéro nähert sich diesem bizarren Universum mit Schauspielern und lebensgroßen Puppen. Und auch wenn das Thema ernst ist, findet dennoch die Poesie Einlass in das Szenario, dank der Figuren von Ségolène Denis, Yoann Stehrs Videos und Pierre Jacqmins Musik. Point Zéro wurde 1993 in Brüssel gegründet und hat seitdem etwa 15 Stücke realisiert, die vielfach ausgezeichnet wurden und weltweit zu sehen sind. Die künstlerische Arbeit von Point Zero ist von der Frage geprägt, was die Beziehung zwischen dem Schauspieler und der Puppe ausmacht, zwischen Manipulator und Manipuliertem. Die Compagnie erforscht die schattigen Übergänge zwischen dem Objekt, das vermenschlicht und dem Menschen, der zum Objekt wird. Es geht um das tote Wesen, das durch Bewegung zum Leben erwacht, um den Körper als Symbol, den Körper als Puppe: das Fast- Menschliche und die monströse Figur.
Mit Unterstützung von


Altersempfehlung:
14+ (Französisch mit deutscher Übertitelung)
Termine
Mittwoch, 19.10., 20:00 Uhr
Donnerstag, 20.10., 11:00 + 19:00 Uhr
Dauer
80 Minuten
Text, Regie, Einrichtung
Jean-Michel d’Hoop
Assistenz
François Regout
Spieler
Léone François Janssens, Léa Le Fell, Héloïse Meire, Corentin Skwara, Benjamin Torrini
Bühnenbild
Olivier Wiame
Lichtdesign
Xavier Lauwers
Sounddesign
Pierre Jacqmin
Videos
Yoann Stehr
Puppen
Ségolène Denis
Assistenz
Monelle Van Gyzegem
Fotos
© Véronique Vercheval
© Alice Piemme
Der Voice Over-Text basiert auf Interviews und Artikeln von Swetlana Alexiiewitsch.
Out and Loud
Präsentation "Queer Joy" Freitag, 06. März 2026 – 18:00 – 19:00 Uhr im Schauburg Labor
Ray, Sofia, Emily und Jamie teilen Erfahrungen, die viele queere Jugendliche kennen – vom nächtelangen Scrollen im Internet, von den Erwartungen, die die Gesellschaft an sie stellt, von schmerzhaften Sprüchen bis zur Suche nach dem eigenen queeren Glück.
Sie erzählen davon immer mehr zu der Person zu werden, die sie sein wollen.
Von dem Versuch sich so anzuerkennen, wie sie sind.
Von den Meilensteinen ihrer Queerness.
Von Tränen im Kinderzimmer.
Von dem Versuch stärker zu sein als der Hass oder die Scham.
Von und mit: Ray, Sofia, Emily und Jamie
Künstlerische Leitung: Thilo Grawe und Mira Berger
Kosten
Eintritt frei

