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König Hamed und das furchtlose Mädchen     
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Eine deutsch-arabische Frühlingsgeschichte, Aufführung in deutscher Sprache mit arabischem Erzähler

Der mächtige König Hamed bin Bathara hat aus Zorn alle Frauen aus seinem Land verbannt. Allein seine Mutter darf noch an seinem Hof leben. Die furchtlose Sherifa, Königstochter in seinem Nachbarreich, will sich dieses Land ohne Frauen ansehen. Sie besucht als Prinz Sherif verkleidet ihren Nachbarn, auch wenn das bei Todesstrafe verboten ist. König Hamed bin Bathara misstraut dem einnehmenden Wesen des junges Gastes. Mit drei Aufgaben versucht er, seinem Gast auf die Schliche zu kommen. „König Hamed und das furchtlose Mädchen” befragt mit Spaß und Spannung typisch weibliche und typisch männliche Verhaltensmuster. In der offenen Erzähltheaterform spielen die drei Schauspieler Mohamed El Hagrasy, Uwe Topmann und Cédric Pintarelli und der Musiker Peter Hinz mit Klischees von dem starken Mann und der weichen Frau, von dem heißen Ägypten und dem verregneten Deutschland. 

 

Danke!

Diese Inszenierung wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Pressestimmen

"Peter Hinz, Cedric Pintarelli und Uwe Topmann genügen [...] Tücher, Trommeln und Gesang, um in die diversen Männer – und Frauenrollen zu schlüpfen. Rhythmisch-szenisch setzten sie das um, was Mohamed El Hagrasy vom Bühnenrand her in Arabisch erzählt. [...] Als Zuschauer bedauert man fast die versöhnliche Auflösung der Geschichte. Zu witzig war bis dahin das Vexierspiel mit den Geschlechterklischees vom starken Mann und der schwachen Frau." (Süddeutsche Zeitung, November 2017)

 

"Regisseurin und Intendantin Andrea Gronemeyer erzählt augenzwinkernd von Macho-Voruteilen und deren Entlarvung durch eine Frau. Sie spielt mit den Rollenzuschreibungen und wirft die Frage auf, ob typisch männlich oder typisch weibliche Eigenschaften angeboren oder vielmehr gesellschaftlich vorgegeben sind. Sie hat sich aber offenbar bewusst dagegen entschieden, die zentrale Aussage des Märchens zu sehr zu modernisieren, sondern traut dem jungen Publikum zu, den Transfer von tradiertem Geschlechterverständnis zu heutiger Lebenswirklichkeit selbstständig zu vollziehen. Dass dies überhaupt kein Problem ist, beweisen die Premierengäste in der Schauburg. [...] Die Schauspieler [....] erzählen rhythmisch-szenisch und mit viel Humor nach, was der Ägypter Mohamed El Hagrasy vom Bühnenrand aus in kehligem Arabisch vorgibt. Auch damit ist das Kinderpublikum keineswegs überfordert. Geduldig lauscht es der fremden Sprache, um sich dann wieder dem Geschehen auf der Bühne zuzuwenden."
(Münchner Merkur, November 2017))

Premiere

Veranstaltungsort

Mit
Mohamed El Hagrasy
Peter Hinz
Cédric Pintarelli
Uwe Topmann

Inszenierung
Andrea Gronemeyer
Bühne
Christian Thurm
Kostüme
Eva Roos
Dramaturgie
Anne Richter
Theaterpädagogik
Sabine Lehmann

Dauer
80 Minuten

Fotos
(c) Christian Kleiner