14+

Frühlings Erwachen     
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Eine Kindertragödie von Frank Wedekind

Moritz Stiefel ist ein schwacher Schüler und sich der hohen Erwartungshaltung seiner Eltern bewusst. Wendla Bergmann vertraut ihrer geliebten Mutter auch in Aufklärungsfragen. Melchior Gabor hat einen wachen, kritischen Verstand und eine sensible Einfühlungsgabe. Alle drei stolpern über die typischen Probleme der Pubertät: Schulleistungen, Sexualität und Ablösung vom Elternhaus. Schließlich kann der vermummte Herr nur Melchior vor dem Tod bewahren und zum Leben verführen. Das bekannte Jugendstildrama „Frühlings Erwachen”, uraufgeführt 1906 mit Frank Wedekind als vermummter Herr, bringt innerseeliche Vorgänge auf die Bühne, die bis heute in der Adoleszenz existentiell sind. Der junge Regisseur und Autor Jan Friedrich stellt das Werk in einen zeitlosen Kunstraum, in dem maskenhaftes Verhalten und Projektionen wörtlich genommen werden. Als hybrides Kunstwerk aus Puppen-, Masken-, Film- und Schauspiel gibt die Kindertragödie den verwundbaren Seelen von Jugendlichen Ausdruck.

Jan Friedrich studierte an der Ernst-Busch-Hochschule Berlin Zeitgenössische Puppenspielkunst und debütierte 2016 mit einer rasanten „Faust I"-Inszenierung am Jungen Nationaltheater Mannheim. Sein kongenialer Partner ist seit dem der Bühnen- und Kostümbildner Alexandre Corazzola. Im Jahr 2005 kehrte dieser nach 10 Jahren in den USA mit einem Master of Fine Arts der renommierten New Yorker Universität Tisch School of the Arts nach Deutschland zurück. Seit 2008 ist er freischaffend an großen Häusern in ganz Deutschland und Frankreich tätig. 

 

Pressestimmen

„Eine Wucht! […] Doch auch wer nicht auf der Suche nach zu deutenden Zeichen ist, wird von diesem Stück abgeholt, mitgenommen, weggeschwemmt. Denn es gibt wirklich viel zu sehen. Jeder einzelne Schauspieler schafft es sowohl das Starre, das Puppenhafte, wie auch die Verzweiflung unter der Maske zu verkörpern. […] Hin da!“
(Kultur in München, Januar 2018)

„Janosch Fries, Simone Oswald, Helene Schmitt, Pan Aurel Bucher, David Benito Garcia, Anne Bontemps und Anna Mattes spielen in einer mutigen Inszenierung, die so viele Dimensionen, so viele Abgründe und Geistesblitze besitzt, die gleichzeitig so sehr Wedekind und so sehr 2018 ist, dass sie in jeder ihrer 105 Minuten fesselt. Ihr Zauberwort heißt Verfremdung.“
(Münchner Merkur, Januar 2018)

„Das Ergebnis ist spannend und beklemmend intensiv zugleich.“
(Süddeutsche Zeitung, Januar 2018)

„Ein starkes Schlussbild [...]: Als in Neonfarben leuchtende Skelette lauschen Wendla (Helene Schmitt), Moritz (Pan Aurel Bucher) und Melchior (Janosch Fries) im Jenseits den Worten des mysteriösen Vermummten Herrn (Anna Mattes), der nicht den Tod, sondern das Leben verkörpert. Eine gespenstische Schlussapotheose, die gewaltig berührt.“
(Donaukurier, Januar 2018)

Premiere

Veranstaltungsort

Mit
David Benito Garcia 
(Hänschen/ Frau Bergmann/ Rektor/ Jugendlicher/ Skelett)

Anne Bontemps 
(Martha/ Jugendlicher/ Skelett)

Janosch Fries 
(Melchior)

Simone Oswald 
(Frau Gabor/ Thea/ Skelett)

Helene Schmitt 
(Wendla Bergmann/ Skelett)

Anna Mattes
(Ilse/Storch/ Vermummter Herr)

Pan Aurel Bucher
(Moritz/ Storch/ Habebald/ Jugendlicher/ Skelett)

Inszenierung
Jan Friedrich
Ausstattung
Alexandre Corazzola
Musik
Felix Rösch
Dramaturgie
Anne Richter 
Theaterpädagogik
Xenia Bühler

Dauer
1h 45 min

Fotos 
(c) Judith Buss

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- 20:45 Uhr, Große Burg
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