15+

Corpus Delicti     
15+

Ein Drama von Juli Zeh

Deutschland im Jahr 2057. Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt. Genforschung, medizinische Früherkennung, strenge Hygienegesetze verhindern sogar den Ausbruch von Erkältungen. Die junge Biologin Mia Holl war bis vor kurzem durchaus Befürworterin des Systems, das die Bürger vor körperlichem Leid bewahrt. Doch seit ihr Bruder Moritz mit Hilfe eines DNA-Tests des Mordes an einer Frau überführt wurde und sich im Gefängnis umgebracht hat, ist Mia aus der Bahn geworfen. Sie reicht ihre Ernährungsberichte nicht mehr ein, raucht gar eine Zigarette und der Zweifel an Moritz‘ Schuld wächst. Zählen Gefühle wie Trauer gar nicht mehr? Hat die Liebe keine Macht mehr? Die Justiz nimmt sie ins Visier, denn Mias Verhalten stellt die Grundlage des Staates, „die Methode“, in Frage. Ihr schärfster Gegner ist der Journalist Heinrich Kramer, dessen Buch "Gesundheit als Prinzip staatlicher Legitimation" ein Schlüsselwerk der herrschenden Lehre ist. Mia wird zum Spielball eines Schauprozesses.

 

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, ist promovierte Juristin und schloss ihr Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig ab. Sie schreibt Theaterstücke und Romane ebenso wie Essays und journalistische Artikel. Als Autorin wurde sie zahlreich ausgezeichnet, so 2002 mit dem Deutschen Bücherpreis und 2013 mit dem Thomas-Mann-Preis. Seit 2019 ist sie auch als  Verfassungsrichterin in Brandenburg tätig.

WOW!

Für „Corpus Delicti“ erhielt sie 2008 den Jürgen-Bansemer-und-Ute-Nyssen-Dramatikerpreis.

Pressestimmen

Starker Beifall, der etwas von der Spannung im Publikum verrät, das schließlich das eigene argumentative Versagen im Angesicht der blendenden Logik von Kramer schmerzlich zu spüren bekam.
(Die Deutsche Bühne)

Regisseurin Ulrike Günther, die Juli Zehs Roman nun auf die Bühne der Münchner Schauburg gebracht hat, illustrierte diesen Science-Fiction-Thriller […] mit für die Zielgruppe der Jugendlichen ab 15 Jahren emotional stark berührende Szenen. [...] Zum Ereignis wird diese Neuinszenierung freilich wegen der großartigen schauspielerischen Leistungen von Lucia Schierenbeck als Mia und Nele Sommer als Mias Gefährtin und Unterstützerin, zwei Figuren mit denen sich die Jugendliche voll identifizieren können.
(Donaukurier Ingolstadt)

Das umfängliche Stück […] bietet aber seinem Zielpublikum ab 15 in zweieinhalb Stunden reichlich Diskussionsstoff über die staatliche Kontrolle, öffentliche Moral und individuelle Freiheit.
(Münchner Abendzeitung)

 

 

Premiere

Veranstaltungsort

Altersempfehlung:
15+ (10. - 13. Klasse)

Inszenierung 
Ulrike Günther
Bühne 
Andreas A. Straßer
Kostüme
Annika Lohmann
Musik
Christian Decker
Dramaturgie 
Anne Richter
Theaterpädagogik
Philipp Boos
Fotos Projektion und Pressefotos
Judith Buss

Dauer:
2h 20min inkl. Pause

 

Mit:
Julia Schmalbrock
David Benito Garcia
Janosch Fries
Lucia Schierenbeck
Nele Sommer

 

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