Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte     12+

Anna Woltz, aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann

Fitz klaut Gips, um sich die Eheringe ihrer Eltern auf den Arm zu gipsen. Sollte deren Beziehung nicht auch mal sechs Wochen unter Gips? An diesem Katastrophentag im Krankenhaus kommt Fitz auf viele verrückte Ideen, trifft auf besondere Menschen und gibt ihrem chaotischen Leben eine neue Richtung. Fitz und ihre kleine Schwester Bente finden sich nach einem Fahrradunfall im völlig überfüllten Wartezimmer einer Notfallstation wieder. Die frisch getrennten Eltern müssen sich wegen Bentes abgetrennter Fingerkuppe wieder zusammenraufen. Während draußen die Welt im Winter-Chaos versinkt, tigert Fitz durch die Krankenhausflure. Das 12-jährige Mädchen gerät in einen rasanten Strudel der Ereignisse, der ihrem unternehmungslustigen Charakter in nichts nachsteht. Im Rollstuhl sitzend trifft sie Adam an, der schon 15 Jahre alt und eigentlich sehr gut zu Fuß ist. Aus eigener bitterer Erfahrung weiß er, wie Fitz sich zwischen den Trümmern ihrer Familie fühlt. Mit entwaffnendem Witz fängt Anna Woltz den Zorn ihrer Heldin ein, ihr entgeht aber auch nicht deren tiefe Verunsicherung: Was sind menschliche Bindungen überhaupt wert? Das Stück nimmt seine Zuschauer mit auf eine emotionale Reise der Initiation. Die erste Liebe begegnet Fitz im Moment des großen Chaos. Der Niederländer Theo Fransz ist ein gefragter Regisseur und Autor zwischen Zürich und Hamburg. Nachdem er das junge Publikum für sich entdeckt hatte, gründete er 1984 das MUZtheater in Zaandam. Seit 2001 arbeitet Theo Fransz als freischaffender Regisseur, Autor und Schauspieler. Seine humorvollen und poetischen Inszenierungen sind mehrfach mit Festivaleinladungen und Preisen ausgezeichnet worden.

WOW! Anna Woltz hat im Mai 2017 für „Gips" den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz bekommen und ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 in der Kategorie „Kinderbuch" nominiert.

Pressestimmen

"Mit ganz unterschiedlichen Formen bis hin zum Schattenspiel findet er (Regisseur Theo Fransz) für „Gips“ immer wieder überraschende szenische Lösungen, die Staunen auslösen. […] Wie oft arbeitet auch Fransz mit Doppelbesetzungen, in dem aus dem Stand heraus die Rollen gewechselt werden, was unter anderem mit grotesken Perücken für weiteres komisches Potential sorgt." (Deutsche Bühne Online)

"Fazit: Die neue Schauburg und ihre Burgherrin laden mit ihrer ersten Inszenierung tatsächlich ein, sich auf die Spielzeit zu freuen. Sie geben auch definitiv Anlass, sich an ihrer Arbeit zu reiben. Auf jeden Fall wecken sie Neugier darauf, was da noch kommt." (Münchner Merkur)

"„Gips“ macht dank eines Ensembles Spaß, welches sichtbar Lust am Spiel hat. […] Fransz hat einen guten Sinn für Humor, lässt das Buch wenig nacherzählen, sondern inszeniert mit Drive zur Bühnenumsetzung und zum ausdruckstarken (Schatten)theaterbild." (Abendzeitung)

Uraufführung

Veranstaltungsort

Mit
David Benito Garcia (Papa / Dr. de Grooier)
Anne Bontemps (Fitz)
Janosch Fries (Adam)
Simone Oswald (Mama / Yasmine)
Helene Schmitt (Bente)
Miriam Morgenstern (Primula Winter)
Pan Aurel Bucher (Douwe)

Bühnenfassung 
von Theo Fransz und Anne Richter
Inszenierung
Theo Fransz
Ausstattung
Mareile Krettek
Musik
Markus Reyhani
Licht
Jochen Massar
Dramaturgie
Anne Richter
Theaterpädagogik
Xenia Bühler

Fotos (c) Judith Buss

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