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Schauburg-Dramaturgie  schrieb am 05.06.2012 um 10.28 Uhr zu: Alienation | Schade, lieber Herr Schelbert, Schade!
Schade, dass wir Ihnen keinen erfreulichen Theaterabend beschert haben. Wie solch ein Mißverständnis entstanden konnte, ist uns unverständlich. ALIENATION ist ein Beitrag in unserer Reihe NEXT GENERATION. Wie diese Produktionsplattform definiert ist, haben wir überall veröffentlicht. Ein Theater muss sich - wie auch Schule - immer wieder neu erfinden. Dazu braucht es Versuche, Untersuchungen, Experimente - inhaltlich, ästhetisch, medientechnisch. Denn Theater - wie auch Schule - muss sich zur Wirklichkeit verhalten. Da diese sich rasend schnell verändert, muss sich das Theater - wie auch Schule - immer wieder selbst überprüfen, alte Spielregeln hinterfragen, neue aufstellen und mit heutigen Formen experimentieren. Ein Experiment ist nur dann eines, wenn es ergebnisoffen angelegt ist. Die Reihe NEXT GENERATION fordert junge Theaterleute zum Experimentieren auf. Die Gespräche über das Gesehene fanden an allen 3 Tagen bis spät in die Nacht im Theatercafé statt. Offensichtlich ohne Sie. Schade! Die Frage, ob diese Präsentationen sich für Schüler eignen, stellt sich nicht. ALIENTATION lädt neugierige Menschen jeden Alters ein, die Interesse an theatralischen Untersuchungsprozessen haben und die dazu notwendige Neugier und Toleranz mitbringen. Da Sie selbst Lehrer und experimenteller Theatermacher sind, sind Ihnen diese Vorausetzungen sicher vertraut. Dass Sie dennoch von ALIENATION enttäuscht sind, ist schade.
Ihre Dramaturgie
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Erwin Schelbert  schrieb am 03.06.2012 um 10.20 Uhr zu: Alienation | Ein höchst ärgerlicher Theaterabend, vor allem weil bei diesem sog. Monolog, bei dem ja Text, Sprache und damit Information transportiert werden sollen,kaum etwas verständlich ist, und zwar sowohl akustisch als auch semantisch. Da wird geschrieen, geqietscht, gekreischt geraunt vor dem Hintergrund einer wabernden Sound- und Geräuschkulisse. Außer einigen Wortfetzen ist nicht viel zu verstehen, auch wenn man permanent den übergroßen sprechenden Mund mit Zähnen, Speichel und usw. projiziert bekommt. Als Lehrer, der selbst schon experimentelles Theater gemacht hat, kann ich diese Aufführung keinesfalls Schülern empfehlen. Weder auf der sprachlichen noch medialen Ebene kann eine Auseinandersetzung mit dem Stück stattfinden.
Um so wichtiger hätte ich es gefunden, wenn sich die Theatergruppe wenigstens in einer Nachgespräch der Kommunikation mit den Zuschauern gestellt hätte.
Dann hätte man die vollmundig und hochtrabend formulierten Ankündigungen in der Programmvorschau hinterfragen können, wo es heißt, dass "...die Erzählung schlicht und ergreifend groovt", dass Text und "stake" Musik "eine immer gefrährlichere Schönheit" auslösen würden. Ein schönes Sprachgeschwurbel!
Aber vielleicht fehlt mir der Zugang zu dieser Dimension, von der es heißt, "die Auseinandersetzung findet im Modus des Un-Eigentlichen, des Exemplarischen und Überhöhtem..." statt.
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