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Nichts auf der Welt ist so sicher wie der Tod. Und nichts birgt so eine große Unsicherheit. Denn weder wissen wir, wann es soweit sein wird und wir gehen müssen, noch wohin. Der Tod der Anderen umgibt uns und belehrt uns, dass wir alle endlich sind. Das erfahren wir beim Tode der Großeltern, Eltern, Geschwister und Freunde, aus der Zeitung und dem Fernsehen. 150.000 Menschen sterben jeden Tag. Dennoch ist der eigene Tod unvorstellbar, eine Frechheit, ein Skandalon. Unser Tod ist also das einzige große Thema, das eigentlich gar keines ist. Wir können unseren Tod weder denken noch besiegen, höchstens verdrängen. Im Grunde lässt sich nichts mit Sicherheit über den Tod sagen, was uns aber nicht daran hindert, ständig von ihm zu sprechen. Und es scheint, als ob der Tod nicht nur gesprächig macht, sondern auch selbst spricht: Religionen machen ihn zum Mittelpunkt ihrer Lehre, er gibt Auskunft über vergangene Zeiten und Kulturen, und wirkt als der eigentliche Begründer der Kultur.
Ausgehend von diesen Gedanken begibt sich das junge Ensemble gemeinsam auf eine Recherchereise durch die ganze Republik. In Gesprächen mit Sterbebegleitern, Seelsorgern und Bestattern, Biologen und Gerontologen, Immortalisten und Geisterbeschwörern gehen wir dabei den großen Fragen nach dem Tod nach: Wie soll oder kann man mit der eigenen Endlichkeit umgehen? Und was bedeutet der jeweilige Umgang für unsere Gesellschaft? Die dutzenden Stunden Interviewmaterial und nicht weniger als die gesamte menschliche Kulturgeschichte bieten die Grundlage für die Stückentwicklung ENDLICH. |
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Endlich von Tobias Ginsburg |
Eine Stückentwicklung
Veranstaltungsreihe: NEXT GENERATION
Inszenierung
Tobias Ginsburg
Bühne
Jonas von Ostrowski
Dramaturgie
Adrian Herrmann
Videoinstallation
Dennis Zyche
Kostüm
Bettina Kirmair
Produktionsleitung/
Regieassistenz
Jeannine Koda
mit
Philipp Lind
Matthias Renger
ca. 90 Minuten
15+
Spielort: Studiobühne |
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