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Was sieht man, wenn man einem Menschen begegnet, den man nicht kennt? Die Oberfläche? Die äußere Hülle? Den Menschen selbst? Den Menschen, wie er gesehen werden will? Sieht man eine unverwechselbare Person oder nur einen winzigen Teil von ihr, verhüllt unter einer Schicht allgemeiner Konventionen?
In einer immer mehr auf Äußerlichkeiten abzielenden Gesellschaft wächst die Gefahr einer schleichenden Selbstentfremdung. Der Trend, der Erfolgsdruck, der Look oder das Image beengen die eigenen Entscheidungen, so zu sein, wie man ist. Schwächen, Fehler, Zweifel – alle Eingeständnisse der eigenen Unvollkommenheit haben immer weniger Platz in unserer Gesellschaft. Deshalb hält man fest an seiner perfektionierten Hülle, seinem Schutzschild und wird doch nicht glücklich dabei.
Nichts wäre beständiger als der Mut zur eigenen Entscheidung, zur eigenen unabhängigen Wahl der Möglichkeiten. Jeder Tag, jede Begegnung zwingt zu einer Veränderung, zum Richtungswechsel und eröffnet einen weiten Horizont am Ende eines neuen Weges. Dafür muss man sich bewegen, drehen – U turn!
In ihrer Erfolgsproduktion „Meeting Point“ hat sich Johanna Richter mit skurrilen, überzeichneten Einzelgängern beschäftigt. Diesmal zeigt sie Menschen, die auf den ersten Blick alles im Griff haben. Aber eben nur auf den ersten Blick. „U turn“ zeigt, was unter der Oberfläche im Verborgenen liegt.
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Tanztheater von Johanna Richter
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der LH München und der Tanztendenz München e.V.
Choreographie:
Johanna Richter
Bühne:
Mark Rosinski
Kostüme:
Christel und Sinn
Co-Choreographie:
Cobosmika
Es spielen und tanzen:
Peter Ender
Tim Bergmann
Volker Michl
Morris Perry
Roland Podar
Anise Smith
Premiere: 1.2.2006
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